Beim Amt melden

Internationale Studierende, die neu nach Deutschland kommen, müssen zunächst ein paar wichtige bürokratische Angelegenheiten regeln.

Wer ein Zimmer oder eine Wohnung in Deutschland gefunden hat, muss sich innerhalb einer Woche beim Einwohnermeldeamt anmelden. Die Anmeldung oder Ummeldung beim Einwohnermeldeamt ist eine Pflicht für jeden, der in Deutschland eine Wohnung bezieht oder innerhalb Deutschlands umzieht. Wer sich erfolgreich angemeldet hat, erhält eine Meldebescheinigung. Aus ihr geht hervor, dass man unter der angegebenen Adresse gemeldet ist. Man benötigt die Meldebescheinigung für verschiedene Anlässe, zum Beispiel, wenn man ein Bankkonto eröffnen oder einen Bibliotheksausweis beantragen möchte.

Für die Anmeldung benötigt man folgende Unterlagen:

  • Personalausweis oder Reisepass, eventuell mit Visum
  • Mietvertrag oder eine Bestätigung des Vermieters, dass Sie eingezogen sind

Manchmal benötigt man weitere Unterlagen, wie zum Beispiel die Immatrikulationsbescheinigung. Beim Akademischen Auslandsamt kann man nachfragen, was genau verlangt wird. Dort erhält man auch die Adresse des Einwohnermeldeamtes.

Aufenthaltserlaubnis

Studierende aus der Europäischen Union, dem Europäischen Wirtschaftsraum und der Schweiz brauchen keine Aufenthaltserlaubnis. Sie erhalten bereits bei der Anmeldung beim Einwohnermeldeamt eine Bescheinigung über Ihr Aufenthaltsrecht. Unter Umständen müssen sie aber nachweisen, dass sie krankenversichert sind und ihr Studium finanzieren können.

Wer nicht aus den oben genannten Ländern stammt, muss sich bei der Ausländerbehörde melden und eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Die Aufenthaltserlaubnis ist ähnlich wie das Visum zweckgebunden. Internationale Studierende benötigen eine Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken, wenn sie bereits eine Zusage für einen Studienplatz haben. Andernfalls können sie eine Aufenthaltserlaubnis zur Studienbewerbung beantragen, die später umgewandelt werden kann.

Aufenthaltserlaubnis: Welche Unterlagen benötige ich?

 Für die Beantragung der Aufenthaltserlaubnis benötigt man folgende Unterlagen:

Eine Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken wird für jeweils zwei Jahre ausgestellt. Sie muss rechtzeitig vor Ablauf dieser Frist verlängert werden. Die Verlängerung richtet sich danach, ob Sie regulär studieren, d.h. Prüfungen ablegen und Credit Points erwerben. Die Ausländerbehörde prüft, ob Sie Ihr Studium ernst nehmen und in einer angemessenen Zeit abschließen können.

Mehr Informationen dazu gibt es im Merkblatt „Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen für Einreise und Aufenthalt von ausländischen Studierenden und Wissenschaftlern“.

Was sonst noch wichtig ist für den Start

  • Bankkonto: Mit einem deutschen Bankkonto lassen sich regelmäßige Zahlungen, wie Miete und Versicherungen, deutlich einfacher regeln. Die meisten Banken bieten kostenlose Girokonten für Studierende, sogenannte Studentenkontos, an.
  • Zahlungsweisen: In Deutschland wird im Vergleich zu anderen Ländern eher bar bezahlt, gerade bei kleineren Beträgen. Auch die Zahlung per EC-Karte ist weit verbreitet und bei alltäglichen Einkäufen, wie zum Beispiel im Supermarkt, üblich.
  • Führerschein: Ausländische Führerscheine bleiben für Aufenthalte von bis zu sechs Monaten in Deutschland gültig, eventuell benötigt man eine deutsche Übersetzung oder einen internationalen Führerschein. Nach sechs Monaten verlieren außereuropäische Führerscheine meist ihre Gültigkeit und der deutsche Führerschein muss nachgemacht werden.